Eine ordnungsgemäße Erdung ist die Grundlage jeder sicheren Elektroinstallation. Der Erdungswiderstand bestimmt, wie schnell Fehlerströme abgeleitet werden. Unser Rechner hilft bei der Dimensionierung von Stab-, Ring- und Plattenerdern.
Erdertypen und ihre Anwendung
- Staberder: Einfachste Form, 1,5–3 m lange Stahlstäbe, in die Erde gerammt. Für Nachrüstungen.
- Ringerder / Fundamenterder: Bandstahl oder Rundstahl um das Gebäude. Standard bei Neubauten nach DIN 18014.
- Plattenerder: Kupfer- oder Stahlplatten im Erdreich. Für schwierige Bodenverhältnisse.
Schritt für Schritt: Erdungswiderstand berechnen
- Erdertyp wählen: Stab-, Ring- oder Plattenerder
- Spezifischen Erdwiderstand eingeben: Typisch 50–200 Ω·m (abhängig vom Boden)
- Abmessungen eingeben: Länge, Durchmesser oder Fläche des Erders
- Ergebnis prüfen: Erdungswiderstand in Ω und Sicherheitsbewertung
Typische Bodenwiderstandswerte
Feuchter Lehm: 30–50 Ω·m | Gartenerde: 50–100 Ω·m | Sand: 200–500 Ω·m | Fels: 1.000–5.000 Ω·m
- Welcher Erdungswiderstand ist ausreichend?
- Nach VDE 0100: ≤ 2 Ω ist sehr gut, ≤ 5 Ω ist gut, ≤ 10 Ω ist für die meisten Anlagen ausreichend. Für Blitzschutzanlagen gelten strengere Anforderungen (≤ 10 Ω nach DIN EN 62305).
- Wie messe ich den Erdungswiderstand?
- Mit einem Erdungsmessgerät nach der Drei-Pol-Methode. Dabei werden zwei Hilfserder in definiertem Abstand eingeschlagen und der Widerstand gemessen.