Wer seine Ernährung für sportliche Ziele optimieren will, kommt an Makronährstoffen nicht vorbei. Protein baut Muskeln auf, Kohlenhydrate liefern Energie, Fett ist essentiell für Hormone und fettlösliche Vitamine. Die richtige Verteilung hängt vom Trainingsziel, Körpergewicht und Aktivitätsniveau ab – unser Rechner erstellt Ihre persönliche Empfehlung.
Schritt-für-Schritt: So nutzen Sie den Makronährstoffe berechnen
- Körpergewicht eingeben: in kg, z. B. 80 kg.
- Trainingsziel wählen: Muskelaufbau (Überschuss), Fettabbau (Defizit), Erhaltung.
- Aktivitätsniveau wählen: Sitzend (1,2), leicht aktiv (1,375), aktiv (1,55), sehr aktiv (1,725).
- Grundumsatz berechnen: Harris-Benedict-Formel automatisch berechnet.
- Makros ablesen: Gramm Protein, Kohlenhydrate und Fett pro Tag als Empfehlung.
Praktische Beispiele
Muskelaufbau, 80kg, aktiv (1,55): Kalorienbedarf ca. 2.900 kcal (+300 Überschuss = 3.200). Protein: 2,0g/kg = 160g (640 kcal). Fett: 1g/kg = 80g (720 kcal). Kohlenhydrate: Rest = 1.840 kcal / 4 = 460g.
Fettabbau, 75kg, leicht aktiv: Kalorienbedarf 2.050 kcal (-400 Defizit = 1.650). Protein: 1,8g/kg = 135g (540 kcal, hoch halten!). Fett: 60g (540 kcal). Kohlenhydrate: 143g (572 kcal).
Veganerin, 60kg, Erhaltung: Protein 1,3g/kg = 78g täglich. Auf pflanzliche Quellen achten: Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh, Sojadrink für vollständige Aminosäurenprofile.
Makronährstoff-Richtwerte nach Trainingsziel
- Muskelaufbau: 2,0–2,2g Protein/kg | 4–5g KH/kg | 0,8–1g Fett/kg
- Fettabbau: 1,8–2,2g Protein/kg | 2–3g KH/kg | 0,6–0,8g Fett/kg
- Erhaltung: 1,2–1,6g Protein/kg | 3–4g KH/kg | 0,8–1g Fett/kg
Häufige Fragen
Wie wichtig ist das Timing der Makronährstoffe?
Für Freizeitsportler ist Gesamtmenge wichtiger als Timing. Für Leistungssportler: Protein nach dem Training (20–40g). Kohlenhydrate vor dem Training für Energie. Über den Tag verteilt bleibt Protein am besten für die Proteinsynthese verfügbar.
Warum brauche ich beim Fettabbau viel Protein?
Bei Kaloriendefizit droht Muskelverlust. Höhere Proteinzufuhr (1,8–2,2g/kg) schützt Muskelmasse ("Muskelschutz"), erzeugt höheres Sättigungsgefühl und hat den höchsten thermischen Effekt (ca. 25% der Kalorien werden durch Verdauung selbst verbrannt).
Stimmt es, dass zu viel Protein die Nieren schädigt?
Bei gesunden Menschen: kein Nachweis für Nierenschäden bei bis zu 3g/kg Protein täglich. Bei bestehenden Nierenerkrankungen jedoch: Ärztliche Rücksprache nötig. Viel Wasser trinken bei hoher Proteinzufuhr (2–3L/Tag) empfohlen.